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Legale Waffen zur Selbstverteidigung

Legale Waffen zur Selbstverteidigung werden immer beliebter. In Deutschland herrscht ein Trend zur Selbstbewaffnung. Bedrohungen und Gefahren scheinen allgegenwärtig zu sein. Somit stieg die Zahl der kleinen Waffenscheine seit 2014 um 140 Prozent¹.

Ein Blick in die Statistiken offenbart jedoch, dass die Zahl der registrierten Straftaten seit 2016 kontinuierlich sinkt².

Dennoch steigt die Anzahl der Straftaten in einzelnen Gruppen. Beispielsweise sind Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung um 9,6 % gestiegen³.

Auch ein kontinuierlicher Anstieg von Messerattacken ist zu verzeichnen⁴. Des Weiteren scheint die Gewaltbereitschaft kontinuierlich zu steigen⁵.

Das Mitführen von legalen Waffen zur Selbstverteidigung wird also leider immer notwendiger. Welche freien Waffen zur Selbstverteidigung gibt es überhaupt? Welche Vor- und Nachteile haben diese Waffen?

Auf diese und weiteren Fragen werden wir in dem Ratgeber eingehen. Wir präsentieren eine Auswahl von legalen Waffen zur Selbstverteidigung. Diese Waffen sind frei erwerblich ab 18 Jahren.

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Nutzung legale Waffen zur Selbstverteidigung

  • Der Erwerb von freien Waffen ist ab 18 Jahren möglich.
  • Teilweise unterliegen diese Waffen keiner Altersbeschränkung.
  • Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen dürfen nur mit einem kleinen Waffenschein in der Öffentlichkeit geführt werden.
  • Das Mitführen von Waffen auf öffentlichen Veranstaltungen ist für Privatpersonen verboten.
  • Das Führen von feststehenden Messern in der Öffentlichkeit mit einer Klingenlänge von mehr als 12 Zentimetern ist verboten.
  • Der Einsatz von Waffen darf nur im Falle von Notwehr erfolgen.

Legale Waffen zur Selbstverteidigung nach Altersbeschränkung

Legale Waffen zum Selbstschutz können teilweise ohne Altersbeschränkung erworben werden. Bei einigen Waffen gibt es beim Erwerb eine Altersbeschränkung. Zudem gibt es legale Waffen wo zum Führen in der Öffentlichkeit der kleine Waffenschein benötigt wird. Beispielsweise eine Schreckschusswaffe.

Ohne Altersbeschränkung 

  • Taschenlampe & Stabtaschenlampe
  • Kubotan
  • Tactical Pen
  • Pfefferspray
  • Quarzsandhandschuhe
  • Schrillalarm

Frei ab 14 Jahren 

  • CS Gas

Frei ab 18 Jahren 

  • Elektroschocker
  • Teleskopschlagstock
  • Scheckschusswaffen

Taschenlampe und Stabtaschenlampe

Taschenlampen spenden nicht nur Licht. Sie eignen sich auch zur Selbstverteidigung. Eine Vielzahl von ihnen hat eine hohe Leuchtkraft. Dadurch lassen sich große Flächen ausleuchten. Zudem sind viele Lampen sehr robust.

Taschenlampen können somit zum Blenden benutzt werden. Zudem kann man in der Dunkelheit auf sich aufmerksam machen. Dazu haben viele Lampen einen Stroboskop Modus. Auch eine SOS-Funktion ist in einigen Lampen verbaut.

Stablampen können als Schlagwaffe genutzt werden.

Taschenlampe Legale Waffen zur Selbstverteidigung

Blenden des Angreifers

Mithilfe einer Taschenlampe lässt sich ein Angreifer blenden. Dazu wird dem Angreifer am besten direkt ins Gesicht geleuchtet. Durch die plötzliche Blendung kann der Angreifer mehrere Sekunden schlecht sehen. Dies liegt an der Netzhaut. Diese ist nämlich auf Dunkelheit eingestellt und wird durch helles Licht überfordert. Dieses Phänomen tritt auch auf, wenn man Nachts von einem entgegenkommen Fahrzeug geblendet wird. Durch das Blenden eröffnet sich eine Möglichkeit zur Flucht.

Moderne LED Taschenlampen bündeln auf kleiner Fläche viel Licht. Somit eignen sich diese zur Selbstverteidigung.

Nutzung als Schlagwaffe

Mithilfe einer Taschenlampe lässt sich ein Angreifer auch physisch attackieren. Dazu eignen sich vor allem Stabtaschenlampen. Die Taschenlampe wird dann wie ein Schlagstock oder ein Schläger verwendet. Mithilfe einer Stabtaschenlampe könnt ihr den Angreifer auf Abstand halten.

Eine herkömmliche Taschenlampe haltet ihr am besten wie ein Kubotan.

Vorteile:

  • Frei verkäuflich
  • befinden sich meist direkt in der Hand
  • Blenden des Angreifers gibt Fluchtmöglichkeit
  • Nutzung als Schlagwaffe
  • Nutzung als Notsignal
Nachteile:

  • Training zur Nutzung als Schlagwaffe ist notwendig
  • Blenden des Angreifers teilweise nicht effektiv genug

Kubotan

Ein Kubotan wirkt im ersten Augenblick recht unscheinbar. Hierbei handelt es sich um einen kleinen Stab, der aus Metall gefertigt ist. Ein Kubotan erinnert oft auch an einen herkömmlichen Stift. Der erste Eindruck täuscht. Kubotan sind äußerst wirkungsvolle und legale Waffen zur Selbstverteidigung.

Die Kombination aus Kubotan und Stift heißt übrigens Tactical Pen. Diese haben dieselbe Wirkungsweise.

Beide Gadgets gelten übrigens nicht als Hieb- oder Stichwaffe. Somit können diese bedenkenlos in der Öffentlichkeit getragen werden. Wir empfehlen den Kubotan als Schlüsselanhänger.

Kubotan Legale Waffen zur Selbstverteidigung

Anwendung

Um den Kubotan effektiv einzusetzen wird dieser quer in der geschlossenen Faust gehalten. Im Falle eines Kampfes konzentriert ihr euch auf das Treffen von Nervenpunkten. Mit der Spitze des Kubotans führt ihr dann Hiebe auf diese Körperregionen aus. Der Kubotan funktioniert hier als Schmerzverstärker.

Kubotan Griff Kubotan Legale Waffen zur Selbstverteidigung

Angriffspunkte

  • Hände: Wenn ein Angreifer euch mit den Händen festhält, führt ihr direkt einen Hieb auf die Hand aus. Somit löst ihr euch von dem Griff und der Angreifer ist möglicherweise nicht mehr in der Lage zuzugreifen.
  • Gelenke: Gelenke sind sehr schmerzempfindlich. Mit einem Hieb auf das Handgelenk könnt ihr euch gegebenenfalls vom Griff des Angreifers lösen.
  • Große Muskeln: Bei Hieben auf große Muskelgruppen entstehen Blutergüsse. Durch einen Hieb auf den Oberschenkel könnt ihr den Angreifer wohl möglich zu Fall bringen. Somit eröffnet sich eine Fluchtmöglichkeit.
  • Rippen: Ein Hieb in die Rippen löst große Schmerzen aus.
  • Kopf und Gesicht: Ein Hieb in diese Region sollte immer nur im äußersten Notfall ausgeführt werden. Hier können schwere Verletzungen entstehen. Beispielsweise Erblindung oder Knochenbrüche.

Hinweis: Bei der Verteidigung mit einem Kubotan könnt ihr bleibende Schäden hinterlassen. Somit sollte der Einsatz nur im äußersten Notfall erfolgen. Von Hieben gegen den Kopf, Hals oder ins Gesicht solltet ihr generell absehen.

Vorteile:

  • Frei verkäuflich und günstig
  • Kompakt und daher immer dabei
  • Mit wenig Kraft könnt ihr hohe Wirkung erzielen (Druckverstärker)
Nachteile:

  • Angriff nur im Nahbereich möglich
  • Kann bleibende Schäden hinterlassen
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Tactical Pen

Ein Tactical Pen ist eine Kombination aus Kugelschreiber und Kubotan. Das Gehäuse ist meist aus Metall gefertigt und hat eine spezielle Grifffläche. Ein Tactical Pen wird in der Regel wie ein normaler Kugelschreiber genutzt. Sollte es jedoch zum Ernstfall kommen, könnt ihr dieses Gadget wie ein Kubotan einsetzen.

Auf der Oberseite besitzt der Tactical Pen eine Spitze wie ein Kubotan. Hiermit können Hiebe auf empfindliche Körperregionen ausgeführt werden.

Wie bereits erwähnt gilt ein Tactical Pen übrigens nicht als Hieb- oder Stichwaffe. Somit könnt ihr dieses Gadgets bedenkenlos bei euch haben.

Anwendung

Wer hätte das gedacht, der Tactical Pen lässt sich wie ein herkömmlicher Kugelschreiber verwenden. Dennoch handelt es sich bei solchen Stiften um legale Waffen zur Selbstverteidigung.

In einer Notsituation wird der taktische Kugelschreiber wie ein Kubotan gehalten. Dabei zeigt die Kubotan-Spitze in Schlagrichtung. Mithilfe dieser Spitze könnt ihr euren Gegenangriff verstärken.

Genau wie beim Kubotan sollten dieselben Angriffspunkte fokussiert werden. Beispielsweise die Hände, Gelenke oder große Muskeln.

Hinweis: Bei der Verteidigung mit einem Tactical Pen könnt ihr bleibende Schäden hinterlassen. Somit sollte der Einsatz nur im äußersten Notfall erfolgen. Von Hieben gegen den Kopf, Hals oder ins Gesicht solltet ihr generell absehen

Vorteile:

  • Frei verkäuflich
  • Kann wie ein herkömmlicher Kugelschreiber benutzt werden
  • Clip ermöglicht das Tragen an der Hosen- oder Brusttasche
  • Mit wenig Kraft könnt ihr hohe Wirkung erzielen (Druckverstärker)
Nachteile:

  • Angriff nur im Nahbereich möglich
  • Kann bleibende Schäden hinterlassen
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Pfefferspray

Pfefferspray ist der Klassiker unter den legalen Waffen zur Selbstverteidigung. Die praktischen Sprays sind kostengünstig und fast überall erhältlich. Ein Pfefferspray unterliegt übrigens keiner Altersbeschränkung, da diese als Tierabwehrspray gekennzeichnet sind. Somit unterliegen solche Sprays auch nicht dem Waffengesetz.

Ihr könnt ein Pfefferspray also bedenkenlos in der Tasche haben.

Hinweis: In anderen Ländern können Pfeffersprays durchaus einer Altersbeschränkung unterliegen. Somit handelt es sich dort nicht um legale Waffen zur Selbstverteidigung. Beispielsweise ist in den Niederlanden der Erwerb, Besitz und das Führen verboten. Deshalb informiert euch bitte vorher, wenn ihr ein Pfefferspray mit auf Reisen habt.

Pfefferspray Legale Waffen zur Selbstverteidigung

Wirkung

Oleoresin Capsicum ist der Wirkstoff, welcher im Pfefferspray zum Einsatz kommt. Hierbei handelt es sich um ein Extrakt welches aus scharfen Chilischoten hergestellt wird. Der Wirkstoff ist in der Regel nicht giftig.

Durch den Einsatz von Pfefferspray kommt es zu einer starken Reizung der Haut, Augen, Schleimhäute und Atemwege. Dies führt zum unkontrollierbaren Verschließen der Augen, starken Husten, Atemnot und teilweise zur Orientierungslosigkeit.

Ein Angreifer kann somit vorübergehend handlungsfähig gemacht werden. Durch den Einsatz schafft ihr euch eine Möglichkeit zur Flucht.

Pfefferspray hat folgende Auswirkungen.

  • Augen: brennende Schmerzen, Rötung, Tränenfluss und Schwellung der Bindehaut
  • Atmung: Hustenreiz, Hustenanfälle, Atemnot
  • Haut: starker Juckreiz, brennender Schmerz, Rötungen

Anwendung

Ihr solltet einen Angreifer möglichst am Oberkörper oder im Gesicht treffen. Somit setzt die Wirkung am schnellsten ein. Das ist in einer Stressituation wie beispielsweise einem Überfall jedoch leichter gesagt als getan.

Daher sollte das Pfefferspray immer griffbereit sein. Am besten tragt ihr es in der Jackentasche. Wenn ihr Abends alleine unterwegs seid könnt ihr die Hand direkt am Spray haben. Das Führen des Sprays in der Handtasche solltet ihr vermeiden.

Das Pfefferspray wird mit der Hand umschlossen und bildet eine Faust. Somit habt ihr auch die Möglichkeit einen Schlag auszuführen. Zum Auslösen wird der Daumen benutzt.

Anwendung Pfefferspray Legale Waffen zur Selbstverteidigung

Achtet auf einen festen Stand. Wenn ihr euch sicher im Umgang fühlt, könnt ihr euch auch langsam zurückbewegen und den Gegner auf Abstand halten. Dadurch stellt ihr zudem sicher, dass ihr euch nicht selbst kontaminiert.

Wichtig: Ein gewisser Abstand zum Angreifer muss eingehalten werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass ihr das Spray selber einatmet.

Vorteile:

  • Frei verkäuflich und günstig
  • unkomplizierte Anwendung
  • hoher Wirkungsgrad
  • hinterlässt keine bleibenden Schäden
Nachteile:

  • es wird sich auf das Pfefferspray verlassen
  • nicht schnell genug griffbereit
  • teilweise windanfällig
  • Gefahr der Selbstkontamination

Verschiedene Varianten

Die herkömliche Variante ist ein Pfefferspray mit Sprühnebel. Mittlerweile gibt es jedoch weitere Varianten, die durchaus Vorteile haben.

Pfefferspray mit Sprühnebel

Diese Variante ist am weitesten verbreitet. Dieses Pfefferspray erzeugt einen feinen Sprühnebel vergleichbar mit einem Deo. Somit müsst ihr den Angreifer nicht direkt im Gesicht treffen, da sich der Nebel flächig verteilt.

Bei der Verwendung ist jedoch Vorsicht geboten. Der Nebel ist windanfällig. Dadurch besteht die Gefahr der Selbstkontamination.

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Pfefferspray mit Sprühlstrahl

Im Vergleich zur vorher genannten Variante erzeugt dieses Pfefferspray einen Strahl. Dadurch ist die Reichweite höher. Zudem ist das Zielverhalten besser und die Variante ist weniger windanfällig. Mit dieser Variante lassen sich mehrere Ziele hintereinander treffen.

Diese Variante hat jedoch auch Nachteile. Beim Einsatz müsst ihr das Ziel direkt treffen, ansonsten tritt die Wirkung nicht komplett ein.

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Pfefferspray mit Gel

Pfeffersprays mit Gel haben die höchste Wirksamkeit und halten länger an. Diese Variante produziert einen „dickflüssigen“ Strahl, welcher auf dem Gegner haften bleibt.

Im Vergleich zu den vorher genannten Versionen ist die Reichweite erhöht. Zudem ist ein Einsatz in geschlossenen Räumen möglich. Man kann damit genauer zielen und der Strahl ist wenig windanfällig.

Jedoch hat auch diese Variante einige Nachteile. Man muss auch hier das Ziel direkt treffen. Das Produkt wirkt nur im Zielbereich und hat keine flächige Wirkung. Somit lassen sich mehrere Angreifer eher schwer abwehren.

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Pfefferspray Pistolen

Pfefferspraypistolen sind sofort einsatzbereit und einfach in der Handhabung. In einer Notsituation ist somit ein wirksamer Einsatz garantiert. Zudem besitzen diese Varianten aufgrund der Bauweise (Pistole) eine abschreckende Wirkung.

Zusätzlich zu der abschreckenden Wirkung haben diese Varianten auch eine höhere Reichweite. Dadurch lässt sich der Gegner auf Distanz halten. Die Pfefferpistolen können übrigens auch Masken durchdringen.

Eine Pfefferpistole kann schnell mit einer echten Pistole verwechselt werden. Somit solltet ihr beim Führen in der Öffentlichkeit aufpassen.

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CS-Gas

CS-Gas wird überlicherweise als Tränengas bezeichnet. Der Einsatz erfolgt als Spray oder in Schreckschusspistolen. Wie auch das Pfefferspray, ist Tränengas ein Klassiker unter den legalen Waffen zur Selbstverteidigung. Jedoch unterscheidet sich die Wirkungsweise von der des Pfeffersprays.

CS Gas Legale Waffen zur Selbstverteidigung

Wirkung

Der Wirkstoff innerhalb des Abwehrsprays ist 2-Chlorbenzylidenmalonsäuredinitril. Der Stoff wirkt über das Schmerzzentrum des Körpers. Durch den Einsatz von Tränengas setzt beim Angreifer Augenreiz und Nasenfluss ein. Zudem kommt es zu einem Hustenreiz und einem brennenden Gefühl auf der Zunge. Weiterhin kommt es zu einem Gefühl der Brustenge und Atemnot. Dadurch entsteht ein Angstgefühl. Es entsteht jedoch kein wirklicher Luftmangel.

Hinweis: Der Einfluss von Alkohol und Drogen verringern das Schmerzempfinden. Deshalb hat CS-Gas bei der Abwehr von Alkoholisierten oder Personen unter Drogeneinfluss eine geringe Wirkung.

Pfefferspray ist im allgemeinen wirksamer als CS-Gas. Die Wirkung tritt schneller und intensiver ein. Zudem wirkt Pfefferspray länger als CS-Gas.

Anwendung

Wie bei Pfefferspray solltet ihr den Angreifer im Gesicht oder Bereich des Oberkörpers treffen. Dort ist der Wirkungsgrad am höchsten. Legale Waffen zur Selbstverteidigung sollten immer griffbereit sein, das gilt auch für das CS-Gas. Deshalb solltet ihr das Spray nicht in der Handstasche mitnehmen. Das Führen in der Hosen- oder Jackentasche wird emfohlen. Somit könnt ihr euch in einer Stresssituation schnell verteidigen.

Das Spray wird mit der Hand umschlossen und bildet eine Faust. Somit habt ihr auch die Möglichkeit einen Schlag auszuführen. Wie beim Pfefferspray wird auch hier der Daumen zum Auslösen benutzt.

Anwendung CS Gas

Achtet auf einen festen Stand. Wenn ihr euch sicher im Umgang fühlt, könnt ihr euch auch langsam zurückbewegen und den Gegner auf Abstand halten. Dadurch stellt ihr zudem sicher, dass ihr euch nicht selbst kontaminiert.

Vorteile:

  • Frei verkäuflich und günstig
  • unkomplizierte Anwendung
  • hinterlässt keine bleibenden Schäden
Nachteile:

  • Spray ist windanfällig
  • Geringe Wirkung auf Personen unter Drogen- oder Alkoholeinfluss
  • Geringere Wirkung als Pfefferspray

Schrillalarm

Mit Hilfe dieses kleinen Gagets kann man auf sich aufmerksam machen. Die Geräte können eine Lautstärke von bis zu 140 Dezibel erreichen. Dadurch werden dritte Personen alarmiert und Angreifer abgeschreckt.

Taschenalarm Legale Waffen zur Selbstverteidigung

Wirkung

Ein Schrillalarm ist meist nicht größer ein herkömlicher Autoschlüssel. Bei Bedarf erzeugt dieses Gadget einen schrillen Alarm. Dieser kann bis zu 140 Dezibel laut sein. Ein Kampfflugzeug oder ein Gewehrschuss sind übrigens auch 140 Dezibel laut.

Anwendung

Die Bedienung ist einfach und benötigt kein Fachwissen. Somit eignen sich diese Gadgets auch für Kinder oder Senioren.

Um den Alarm zu aktivieren muss ein kleiner Sicherungstift herausgezogen werden. Danach wird die Taste für den Alarm betätigt. Der Alarm sollte augenblicklich einsetzen.

Taschenalarm auslösen Legale Waffen zur Selbstverteidigung

Ihr solltet den Alarm im griffbereit haben. Dadurch ist gewährleistet, dass ihr diesen in einer Stresssituation auch zuverlässig einsetzen könnt. Viele Modelle werden direkt mit einem Schlüsselanhänger geliefert. Wir empfehlen daher den Alarm immer griffbereit in der Hosen- oder Jackentasche zu transportieren.

Ein Taschenalarm ist jedoch nicht nur eine legale Waffe zur Selbstverteidigung. Mit Hilfe dieses Alarms könnt ihr generell auf euch aufmerksam machen. Beispielsweise Senioren oder Kinder können Angehörige oder Nachbarn verständigen. Auch zur Tierabwehr eignet sich ein solches Gadget.

Vorteile:

  • sehr günstig
  • kinderleichte Bedienung
  • geeignet für Senioren und Kinder
  • nicht nur für die Selbstverteidigung geeignet
Nachteile:

  • Angreifer wird eventuell nicht abgeschreckt
  • Angreifer wird nicht außer Gefecht gesetzt

Quarzsandhandschuhe

Quarzsandhandschuhe sind vor allem bei Türstehern und Polizisten beliebt. Hierbei handelt es sich um Lederhandschuhe, welche im Bereich der Fingerknöchel gefüllt sind. Dadurch hat diese Art der Handschuhe eine schlagkraftverstärkende Wirkung. Zudem schützt die Einlage vor äußeren Einwirkungen wie beispielsweise Schlägen oder Stößen. Des weiteren sind diese Handschuhe oftmals schnittfest.

Quarzsandhandschuhe geöffnet

Anwendung

Viele Modelle verfügen über eine Füllung aus Sand. Es gibt auch Modelle welche mit Blei oder anderen Materialien gefüllt sind. Bei der Bildung einer Faust, wird die Füllung komprimiert und somit fest. Dadurch entsteht die schlagkraftverstärkende Wirkung. Weiterhin sorgt die komprimierte Füllung für einen Schutz der Finger und Knöchel.

Quarzsandhandschuhe Faust

Der Träger ist somit gegen stumpfe Verletzungen wie Prellungen und Blutergüsse geschützt. Weiterhin schützen die Handschuhe gegen Angriffe mit spitzen Waffen wie beispielsweise Messer oder gebrochene Glasflaschen.

Beim Kauf solltet ihr darauf achten, dass die Handschuhe eine schnittfeste Einlage im Bereich der Handinnenfläche besitzen.

Das Tragen von Quarzsandhandschuhen hat zudem eine psychologische Wirkung. Einerseits werden potentieller Angreifer abgeschreckt, anderseits vermitteln die Handschuhe ein Gefühl der Sicherheit.

Dennoch müsst ihr den Einsatz trainieren. Das Tragen alleine reicht nicht aus, da diese Handschuhe nur eine verstärkende Wirkung haben. Demnach müsst ihr die Grundlagen der Selbverteidigung erlernen.

Vorteile:

  • Schutz gegen Verletzungen
  • Schutz gegen Stich- und Schnittwaffen
  • Schläge sind effektiver
  • abschreckende Wirkung
  • Selbstvertrauen wird erhöht
Nachteile:

  • Selbstverteidigungstraining notwendig
  • Anlegen dauert einige Zeit
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Teleskopschlagstock

Die ausfahrbaren Stöcke sind vor allem bei Sicherheitsdiensten und Polizisten beliebt. Auch bei Privatpersonen haben Teleskopschlagstöcke eine wachsende Beliebtheit, da diese verdeckt getragen werden können.

In einer Notsituation lassen sich diese Stöcke ausziehen und entwickeln sich zu einer gefährlichen und teilweise sogar tödlichen Waffen.

Diese Stöcke werden nicht umsonst umgangssprachlich „Totschläger“ genannt. Die abschreckende Wirkung ist enorm.

Teleskopschlagstock Legale Waffen zur Selbstverteidigung

Recht

Teleskopschlagstöcke können ab 18 Jahren problemlos im Internet erworben werden. Ein Waffenschein wird nicht benötigt. Dennoch ist das Führen und Einsetzen nicht ohne weiteres erlaubt.

Schlagstöcke gelten in Deutschland als Waffe. Somit ist das Führen in der Öffentlichkeit verboten.

Laut §53 WaffG gilt das Führen als Ordnungswidrigkeit und kann mit einer Strafe von bis zu 50.000 Euro belegt werden.

Wenn ihr einen Schlagstock bei öffentlichen Veranstaltungen mitführt, kann euch nach §52 WaffG sogar eine Freiheitsstrafe drohen. Ausnahmen gibt es beim Führen des Schlagstocks aus beruflichen Gründen.

Zudem darf ein Teleskopschlagstock im privaten Bereich und auf heimischen Boden geführt werden. Somit ist der Schlagstock eine gute legale Waffe für Zuhause.

Anwendung

Ein Teleskopschlagstock ist eine Hieb- und Stoßwaffe welche meist aus Metall gefertigt ist. Der Schlagstock besteht üblicherweise aus zwei oder drei Gliedern und lässt sich somit auf eine Länge von bis zu einem Meter ausziehen. Durch eine Schwungbewegung lässt sich der Stock übrigens in Bruchteil von Sekunden erweitern.

Teleskopschlagstock ausgefahren

Das Griffstück ist in der Regel gummiert. Dies sorgt für einen rutschfesten Griff. Innerhalb des Griffstücks befinden sich die ausfahrbaren Teile.

Mit Hilfe des Schlagstocks könnt ihr schwere Schläge ausführen. Durch die Länge könnt ihr den Angreifer auch problemlos auf Distanz halten. Teleskopschlagstöcke gelten als bewährtes Mittel gegen Messerangriffe.

Zudem haben die Stöcke eine hohe abschreckende Wirkung.

Vorteile:

  • hohe abschreckende Wirkung
  • Angreifer wird auf Distanz gehalten
  • effektiv gegen Messerangriffe
  • schnell einsatzbereit
Nachteile:

  • gelten als Waffe (Rechtslage)
  • schwere oder tödliche Verletzungen möglich
  • Geldbußen oder Freiheitsstrafen möglich

Elektroschocker

Legale Waffen zur Selbstverteidigung werden immer beliebter. Eine der wohl bekanntesten Waffen ist der Elektroschocker. Die Geräte sind im Internet erhältlich und eignen sich zur Abwehr von Angreifern aber auch Tieren.

Recht

Elektroschocker sind ab 18 Jahren frei verkäuflich. Ist wird lediglich ein Altersnachweis benötigt. Das Führen in der Öffentlichkeit unterliegt jedoch einigen Regeln.

Elektroschocker sind im deutschen Waffengesetz erfasst. Laut Waffengesetz dürfen nur Elektroschocker mit PTB-Kennzeichnung in der Öffentlichkeit geführt werden. Elektroschocker ohne diese Kennzeichnung sind verbotene Waffen nach § 40 WaffG.

Die genannte Kennenzeichnung sagt übrigens aus, dass der Elektroschocker gesundheitlich unbedenklich ist.

Das Führen von Elektroschockern auf öffentlichen Veranstaltungen ist nach § 42 Abs. 1 WaffG verboten.

Eine gute Zusammenfassung findet ihr hier. Fachanwalt.de

Wirkung

Per Knopfdruck erzeugt der Elektroschocker eine Spannung zwischen den beiden Kontakten. Bei Körperkontakt fließt die elektrische Ladung durch den Körper. Das klingt erstmal spektakulär, jedoch fließt die Ladung weiterhin nur von einem Kontakt zum Nächsten.

Der Körperkontakt hat Muskelkrämpfe und Zittern zur Folge. Das führt wiederum zu Muskelschmerzen die einige Tage anhalten können. Des weiteren können Schwindel, Orientierungslosigkeit und Nervenschmerzen auftreten.

Anwendung

Ein Elektroschocker wirkt am besten bei direkten Hautkontakt. Somit muss man nah an den Angreifer um diesen einsetzen zu können. Man begibt sich also in den Gefahrenbereich und schafft keine Distanz zum Angreifer.

Bei korrekter Anwendung kann der Angreifer jedoch außer Gefecht gesetzt werden. Zudem hat ein Elektroschocker eine hohe abschreckende Wirkung. Das Ziehen und Einschalten des Geräts kann den Täter in die Flucht schlagen.

Vorteile:

  • hohe abschreckende Wirkung
  • oftmals einfache Bedienung
  • Angreifer kann zu Fall gebracht werden
Nachteile:

  • Anwendung nur im Nachbereich
  • Wirkung eventuell nicht stark genug, da kein direkter Hautkontakt
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Schreckschusswaffen

Schreckschusswaffen sind in der Regel Nachbildung von echten Pistolen oder Revolvern. Diese verschießen jedoch keine Projektile. Dennoch erzeugen diese Waffen einen Knall und eignen sich darüber hinaus zum Verschießen von Reizgas, Kartuschenmunition und auch pyrotechnischer Munition.

Schreckschusspistole Legale Waffen zur Selbstverteidigung

Recht

Mit Vollendung des 18 Lebensjahr ist der Erwerb und Besitz bestimmter Schreckschusswaffen in Deutschland legal. Diese Waffen benötigen das PTB-Prüfsiegel. Ein Erwerb von Waffen ohnen dieses Siegel ist in der Regel nur mit Waffenbesitzkarte erlaubt. Zudem wird der große Waffenschein benötigt.

Auch bei Schreckschusswaffen wird übrigens der kleine Waffenschein benötigt. Der Erwerb und Besitz sind zwar ab 18 Jahren möglich, die Führung in der Öffentlichkeit ist jedoch nur mit kleinen Waffenschein erlaubt (§ 10 Abs. 4 WaffG).

Das Führen von Schreckschusswaffen auf öffentlichen Veranstaltungen ist generell verboten.

Zudem ist das Abfeuern in Öffentlichkeit verboten. Dies gilt übrigens auch an Silvester oder zu Feierlichkeiten. Im Falle von Notwehr gibt es jedoch Ausnahmen.

Das Führen von Schreckschusswaffen in der Öffentlichkeit ohne Waffenschein ist in Deutschland verboten.

Eine gute Zusammenfassung findet ihr hier: Juraforum.de

Wirkung und Anwendung

Mit einer Schreckschusswaffe lassen sich Platzpatronen und Reizgasmunition verschießen. Ersteres erzeugt einen lauten Knall. Damit lässt sich beispielsweise ein Angreifer verschrecken.

Das Verschießen von Reizgasmunition hat die selbe Wirkung wie Pfefferspray oder CS-Gas. Dementsprechend gibt es auch die Möglichkeit verschiedene Arten von Reizgasmunition zu erwerben.

Die gängisten Munitionstypen sind:

  • Pfefferpatronen
  • CS Gaspatronen

Zudem gibt es die Möglichkeit pyrotechnische Munition zu verschießen. Dafür wird ein Abschussbecher benötigt. Dieser wird auf die Schreckschuss aufgeschraubt.

Obwohl das Verschießen von Projektilen nicht möglich ist, kann eine Schreckschusswaffe trotzdem zu erheblichen Verletzungen oder zum Tod führen.

Zudem sieht eine Schreckschusswaffe aus wie eine echte Waffe. Dies hat zwar eine abschreckende Wirkung auf potentieller Angreifer, kann den Träger jedoch auch selbst gefährden. Überreaktionen von Außenstehenden oder Alarmierung der Polizei sind möglich.

Vorteile:

  • hohe abschreckende Wirkung
  • Gegner kann auf Distanz gehalten werden
  • lauter Knall erzeugt Aufmerksamkeit
Nachteile:

  • schwere bis tödliche Verletzungen möglich
  • schwierige Rechtslage
  • sieht aus wie eine „echte“ Waffe

Produkt

Hinweis:

Unser Web-Angebot dient lediglich dem unverbindlichen Informationszweck und stellt keine Rechtsberatung im eigentlichen Sinne da. Insofern sind die hier angebotenen Informationen ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Für weitere Informationen nutzen Sie bitte das  § 42 WaffG oder eine individuelle Rechtsberatung.

Quellen 

¹ Statista: Anzahl der registrierten kleinen Waffenscheine in Deutschland. Link.

² Statista: Anzahl der registrierten Straften in Deutschland von 1991 bis 2019. Link.

³ Polizeiliche Kriminalstatistik: Jahrbuch 2019, Seite 17. Link.

⁴ Focus: Länder melden starken Anstieg. Messer wird zur Tatwaffe Nummer Eins. Link.

⁵ Statista: Umfrage Zunahme der Gewaltbereitschaft Österreich. Link.